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Übersicht über die Drama-Dreiecke

…und wie sie Gegenstand des Schreibspiels sind

eins

Das erste Dreieck ist für mein Empfinden nicht das, mit dem die Inkarnation eines Menschen beginnt. Es müsste eigentlich der Solarplexus sein und nicht das Wurzelchakra, aus dem heraus ein kleiner Mensch energetisch zu wachsen beginnt. Ich denke, wir wachsen aus der Mitte heraus. Für eine übersichtliche Reihenfolge setze ich aber das Dreieck, das dem Wurzelchakra zugeordnet werden kann an die erste Stelle. Die Schattenpole sind die Aspekte der Angst, nicht kompetent zu sein, nicht gut genug zu sein, statt dessen unzulänglich zu sein und das Leben nicht zu schaffen. Es ist das Grundbedürfnis nach Kontrolle, das hier vorherrscht. Wenn es verletzt wird, gerät der Mensch in extreme Verhaltensweisen hinein. Die Emanzipation von den Angstmerkmalen Selbstverleugnung im Passivpol und Beweiszwang im Aktivpol verläuft über die Fähigkeit, sich ermutigen zu lassen, andere zu ermutigen und sich schließlich auch selbst zu ermutigen auf der Yin-Seite. Auf der Yang-Seite steht der Wille und die Tatkraft zur Kompetenzerweiterung, die Lernfähigkeit und der Lernwille. Es ist die Freude an der Erforschung des Lebens und an der eigenen Entwicklung. Selbstsichere Kompetenz, die Dreiecksfläche, verleiht dem Menschen eine attraktive Ausstrahlung von Fähigkeit und Zuständigkeit, der sich andere Menschen gerne anvertrauen. Aber dann gibt es noch einen Clou für dieses Dreieck: Das Genie. Wenn wir das 6. Dreieck für uns erlöst haben, uns also in unser höheres Selbst eingeweiht haben, wird diese spirituelle Fähigkeit aktiviert, uns von unseren inneren Meistern führen zu lassen und dem Geist der Liebe zu erlauben, sich durch das von uns ausgebildete und kultivierte Talent auszudrücken. In Wahrheit allerdings ist Aktivierung kein ganz passender Begriff. Im Grunde werden wir uns bei den charismatischen Fähigkeiten nur bewusst, dass sie schon immer da waren. Die Aktivierung ist also vielmehr eine Bewusstwerdung. In dem Moment liefern wir mühelos Produkte höchster Qualität, ja höchster Genialität ab. Die Dreiecksspitze aber aktiviert sich in allen Dreiecken erst mit unserer inneren Erlaubnis der Bewusstwerdung gegenüber, und die erteilen wir durch eine bewusste Hinwendung in Richtung unseres höheren Bewusstseins. Das geschieht durch die Selbstreflexion und die Meditation. In einem letzten Schritt bewegen wir und dann über unser Ich oder unser Ego hinaus, transzendieren also uns selbst, um in den höheren Sinn unseres Lebens hineinzufinden. In diesem letzten Schritt aktivieren wir unsere inneren Archetypen, die für das erste Dreieck alle Typen des Lernens und Entdeckens sind.

zwei

Das Grundbedürfnis nach Lustempfinden UND ZUGLEICH Schmerzvermeidung ist der Ausgangspunkt der Entwicklung, wie sie im zweiten, dem Sakralchakra zuordbaren Entwicklungsdreieck stattfindet. Alles, was das Individuum an Erfahrungen macht, wird in jeder Art von Zelle gespeichert. Sie wird zu unseren impliziten Erinnerungen, selbst wenn wir keine expliziten Erinnerungen abgespeichert haben, weil wir das Erlebnis nicht bewusst aufgenommen haben. Hier werden Ängste, Muster, Automatismen und Glaubenssätze konditioniert, also tief im Unbewussten gespeichert. In der spirituellen Psychologie wird vom Unterbewusstsein gesprochen, das mit unserem Ego im Bunde steht, im Gegensatz zum Überbewusstsein, das mit unserem höheren Selbst zusammenhängen würde, von der klassischen Psychologie aber zuweilen unterschlagen und allein dem spirituellen Bereich zugewiesen wird. Die Entwicklung verläuft von den Schattenpolen der Selbstablehnung (Passivpol), was sich oft als Lähmung, Blockade, Erstarrung und Depression äußert und der Selbstsabotage (Aktivpol), was im Grunde die Konsequenz aus der Selbstablehnung ist, über die Emanzipation in einer wachen Präsenz (Yin) und einem gesunden Urteilsvermögen, das zur Angemessenheit im eigenen Handeln führt (Yang). Die Dreiecksfläche, der Zustand der Balance, wird von der frei fließenden Kreativität des inneren Kindes bespielt (bespielt das genau richtige Wort!), das wieder mit all seinen vorher abgespaltenen Anteilen verbunden ist. Die Dreiecksspitze, an der die charismatische Fähigkeit jedes Themenkomplexes aktiviert wird, führt hier die Manifestations- und Heilkraft mit sich, mit der ein Mensch sich des liebenden Stroms in sich bewusst wird und zugleich sich selbst als Kanal für diesen Strom empfindet. In der Ich-Transzendenz des Archetypus stellt der Mensch sich als diesen Kanal dann der Welt zur Verfügung und findet zutiefst Sinn darin, andere Menschen bei der Selbstheilung zu unterstützen.

drei

Die eigene Mitte, aus der heraus wir uns für mein Empfinden entwickeln, ist der Solarplexus. Wir kommen als Wert an sich auf die Welt und sollten als dieser Wert aufgenommen und angenommen werden. Uns sollte unser Wert gespiegelt werden, damit wir ihn selbst wahrnehmen und über ihn Bescheid wissen, ihn sicher fühlen können. Denn unser eigenes Bewusstsein für unseren Wert wurde mit der Geburt zunächst gelöscht. Das Ziel dieser Unbewusstheit zum Lebensbeginn dürfte es wohl sein, aus eigenem Antrieb heraus und aufgrund von Erfahrung und Verständnis zum Bewusstsein für diesen Wert zurückzufinden. Die Entwicklung beginnt im Schatten der Angst vor der Wertlosigkeit, in der Unbewusstheit für den eigenen Wert also, und die beiden Angstmerkmale lauten Selbsterniedrigung im Passivpol und Selbstüberhöhung im Aktivpol. In den pathologischen Formen wurden hier die Begriffe Borderline und Narzissmus zugeordnet. Im gesellschaftlich erfahrbaren mittleren oder auch extremen Verhalten sind hier die Phänomene eines Cinderella-Syndroms, eines Hochstapler-Syndroms, eines Märtyrertums, alle Arten von Extremismus, Terrorismus und Tyrannei zu finden. Es ist der Zorn der Selbstwertunsicherheit, der vielleicht von allen Schmerzarten der größte Schmerz ist, falls er nicht vom Schmerz der Sinn- und Bedeutungslosigkeit noch übertroffen wird. Die Emanzipation braucht im Grunde die Aktivierung des Herzchakras und wirkt von dort zurück auf den Solarplexus. Erst, wenn der Mensch aus seinem Herzen heraus lebt, kann er eine Selbstwertschätzung einrichten, die er in Wertschätzung für Andere umwandelt oder weiterführt, und kann sich selbst einen Schutz gewähren, der als Konsequenz und Abgrenzungsvermögen und nicht mehr als Bestrafung erfahrbar ist. Die Selbstwertsicherheit in der Dreiecksfläche hat den Egozentrismus überwunden und kann sich und andere einfach gelten lassen. Sie entwickelt einen humanistischen Gemeinschaftssinn. Vom sechsten Dreieck her wird die Dreiecksspitze zu einer höchst lebensbejahenden Meisterschaft aktiviert, das Leben mit den Kräften Dankbarkeit und Gestaltungskraft zu verschönern und aus allem das Beste zu machen, ja in allem das Beste zu sehen. Ein Leben unter der Regie der Meisterschaft gerät freudvoll, egal, wie es dem äußeren Anschein nach aussehen mag. In der Ich-Transzendenz ist man sich der Rolle der Verantwortung für das eigene Drehbuch vollauf bewusst.

vier

Das Vertrauen in das eigene Selbst geht vom inneren Kind aus. Wir müssen uns so fühlen, als würden wir uns selbst jederzeit vertrauen können, dass wir für uns, unser Wohlbefinden, unser inneres Kind sorgen können und wollen und es auch tun. Die Grundangst, die hier im vierten Dreieck thematisiert wird, ist die Angst vor der Einsamkeit, die Verlustangst. Das Grundbedürfnis ist das nach Bindung, das wir nicht nur mitbringen, weil wir als Menschen soziale Wesen sind, sondern das auch aus einer tiefen Erinnerung an den Urgrund unseres Seins heraus in uns schwingt. Wir sehnen uns zurück in den Zustand des Seins in grenzenlosen Liebe, wenn wir uns nach anderen Menschen sehnen, die wir lieben könnten und von denen wir geliebt werden wollen. In den Schattenpolen der Angst herrscht im Passivpol der Versuch vor, über das Gefühl von Einsamkeit die Kontrolle zu erlangen. Hier zieht ein Mensch sich zurück, kehrt eine Pseudoautonomie heraus und geht möglichst keine Bindungen ein, einfach aus Angst, sie wieder zu verlieren. Im Aktivpol ist die emotionale Bedürftigkeit stärker erkennbar, denn hier versucht der Mensch genau das Gegenteil als Bewältigungsstrategie seiner Angst gegenüber anzuwenden: Er manipuliert und klammert, zeigt sich eifersüchtig, intrigierend und rivalisierend mit dem Objekt seiner Liebe. Leider handelt es sich nicht um Liebe, sondern um Angst und Bedürftigkeit, deren Emanzipation nur über die Selbstempathie und die Selbstfürsorge erreicht wird. Die Erwartungshaltung, dass andere Menschen diese Fürsorge zu leisten hätten, wird überwunden, indem das innere Kind die benötigte Fürsorge von der eigenen Vernunft, dem eigenen inneren Erwachsenen also erhält und lernt, sich darauf zu verlassen. Erst aus der Dreiecksfläche heraus, dem Vertrauen des inneren Kindes in das Mitgefühl und in die Fürsorge durch den inneren Erwachsenen, ist der Mensch zu echter Liebe fähig. Diese Liebe verwandelt die Empathie, wenn sie vom sechsten Dreieck weiter intuitiv veredelt und angehoben wird, in eine telepathische Fähigkeit. Nichts daran ist übersinnlich, sondern verläuft mit hoher Sensibilität über die Spiegelneuronen im Großhirn. Hier aber hat der Mythos seinen Ursprung, man könne anderen ihre Wünsche von den Augen ablesen oder man könne einen anderen Menschen oder ein Tier in sich spüren und man könne auf diese Art telepathisch mit anderen Wesen kommunizieren. Es ist kein Mythos. Für wahrhaft aus dem Herzen lebende Menschen ist es Wirklichkeit. Sie können sogar einer völligen Fremdsprache zuhören und telepathisch erfassen, wessen der andere bedarf. Die Archetypen der Ich-Transzendenz lesen sich ganz entsprechend als Wesen der weisen Fürsorge.

fünf

Die Fülle ist die manifeste Erscheinungsform dieses Entwicklungsdreiecks. Ironischerweise ist die Überfülle in Form von Maßlosigkeit und Übergewicht, aber auch von Suchtverhalten und Raffgier und auch ihr Gegenpol, der Geiz, jeweils der Versuch der Fülle zu imitieren und damit die tatsächlich empfundenen Leere zu kontrollieren oder zu kompensieren. Worauf sich das Gefühl von Leere bezieht, muss in einer Kombination aus diesem Dreieck und einem der vier vorherigen Dreiecke beleuchtet werden. Eine reine Symptombekämpfung in Form einer Diät oder eines Entzugs bringt kaum jemandem die gewünschte Erlösung. Und doch hat das fünfte Dreieck auch sein eigenes Thema und Grundbedürfnis, nämlich das nach Konsistenz. Wenn Ich und Selbst nicht in Übereinstimmung sind, empfindet der Mensch Inkonsistenz. Der Mensch weiß nicht recht, wohin, er weiß nichts mit sich anzufangen, nichts füllt ihn aus. Diese Leere wird im limbischen System gefühlt. Sie soll instinktiv mit materiellen Mitteln kompensiert werden, während das Material zugleich die Angst vor Mangel bekämpfen soll. Hier ist auch wieder im Passivpol der Versuch von Mangelkontrolle zu beobachten, was auf der Körperebene zur Verweigerung der Nahrungs- oder Nährstoffaufnahme, aber auch zum Symptom von als leidvoll empfundene (!) Armut führt. Im Aktivpol wird die Angst vor Mangel durch alle Arten von Maßlosigkeit beantwortet und in Schach gehalten. In den allermeisten Fällen mangelt es die Menschen an Selbstvertrauen und Selbstwertsicherheit, aber es könnte sie auch und zugleich an einem authentischem Ausdruck und einem Sinn im Leben mangeln. Eine Schattenarbeit müsste zunächst die Herkunft der Angst sichtbar in diesem Dreieck sichtbar machen bevor ihr Wozu geklärt werden kann. Integrität in der Dreiecksfläche bedeutet dann, dass alle unbewussten Anteile ins Bewusstsein integriert wurden und der Mensch also wieder mit sich selbst identisch ist. Das Auflösen von Projektionen muss hier im Vordergrund stehen. Der Weg ist die Akzeptanz für die eigenen Bedingungen und die Bedingungen anderer auf der Yin-Seite, was in eine gütige Haltung führt, und ein authentisches und integres Verhalten auf der Yang-Seite. Die Dreiecksfläche wird von Aristoteles mit dem Begriff der Glückseligkeit besetzt, aber wir könnten auch die Selbstgewissheit einsetzen, die Gewissheit über sich selbst, die auf der Übereinstimmung von Ich und Selbst, von Existenz und Essenz basiert. Ich würde den Begriff der Selbstverantwortung als zentrales Ziel dieses Dreiecks und überhaupt des Menschen setzen wollen. Sich für sich selbst verantwortlich zu fühlen erleichtert das Leben aller. Vom sechsten Dreieck wirkt die Kraft zurück auf die Dreiecksspitze und setzt die Verbindung zum reinen Geist oder zur reinen Vernunft frei. Unter dem spirituellen Symbol des Pentagramms oder der Venusblume vereint so ein Mensch das Wissen um die Verbindung aus Geist und Materie. Die Liebe zur Weisheit, die eigene Philosophie also, wird von den inneren Meistern angeführt und gefüttert, ja wahrhaft gefüttert, indem – meiner Erfahrung nach – immer genau das Richtige auf dem Tisch landet, was es als nächstes zu lernen, zu erfahren oder zu verstehen gilt. Daraus entsteht in allem Tun eine Verbindung aus höchster Kunst und Wissenschaft. Die Archetypen der Ich-Transzendenz sind die von echter Freundschaft mit anderen Wesen und der Erde.

sechs

Das mysteriöse sechste Dreieck. Es ist das Dreieck der Hochsensibilität. In allen weiteren Darstellungen wird klar werden, dass ich die Hochsensibilität nur in ihrem Schattendasein als Last und Bürde verstehe. Auch wenn ich an dieser Stelle Mitgefühl mit einem hochsensiblen Menschen habe, der sich sein Leben in der Welt, wie sie eben ist, noch nicht so einrichten konnte, dass er sein hochsensibles Nervensystem gut schützen kann, liegt meine Blickrichtung dennoch ganz auf dem Potenzial der Emanzipation von den Schattenpolen. Die zugrundeliegende Angst vor Verletzung wird je nach Temperament von der Überempfindlichkeit im Passivpol kontrolliert oder vom Hochmut im Aktivpol kompensiert. Das Grundbedürfnis aber ist das nach Transzendenz. Deshalb ist so vielen Hochsensiblen, wie es auch von der Psychologin und Hochsensibilitätsforscherin Dr. Elaine Aron festgestellt wird, die Spiritualität natürlicherweise so nah und eben ein echtes Bedürfnis. Meditation fällt Hochsensiblen in der Regel leicht und wird ihnen zum täglichen Anliegen, wie sie auch ein Gespür für das haben, was man ewiges Tun nennen könnte oder was als aktives Nicht-Tun bezeichnet wird und nichts weiter meint, als ein humanes Vorbild zu sein, ohne zu missionieren. Das sind die beiden erwachsenen Anteile in einem hochsensiblen Menschen. Sie führen das innere Kind aus der Nervosität heraus in die Balance des kosmischen Gehaltenseins und manifestieren sich in der Welt als Toleranz (Yin) und Rücksichtnahme (Yang). Es ist ein so tiefes Vertrauen in das Gutsein des Lebens, das so einem Menschen durch nichts genommen werden kann. Die inneren Stimmen dieses Menschen mögen vom Ego her destruktiv sein, aber so ein Mensch empfängt mit seinen medialen Fähigkeiten auch die liebevoll aufbauenden Stimmen im Innern, die ihm eine höhere Wahrheit vermitteln und ihn in einem Grundton aus Vertrauen schwingen lassen. Die Frequenz so eines Menschen ist die der spirituellen Reife. Hellhören, Hellsehen, Helldenken, Hellfühlen oder auch das Hellriechen sind die Gaben der durch die hohe Sensibilität scharfgestellten Sinne, die per Intuition mehr Informationen übermitteln, als das Alltagsbewusstsein sie liefern kann. Wenn Hochsensible sich erst mal selbst in ihre eigene Gabe und in ihr höheres Selbst eingeweiht haben – oder sich haben bei der Einweihung begleiten lassen, wie es das Schreibspiel tut, steht ihnen eine völlig neue Welt und Weltsicht offen, mit der sie allein durch ihre Anwesenheit einen Raum (in der Matrix) befrieden können. Es ist ihr Licht, das ganz ohne irgendein Tun von ihnen ausstrahlt und das von Anderen als Charisma beschrieben wird. Von hier aus werden die spirituellen Fähigkeiten der anderen Dreiecke aktiviert, die jede berufliche Tätigkeit auf eine höhere Ebene hebt. Die intuitive Medizin wäre so ein Beispiel. Die Tierkommunikation wäre ein anderes. Die große Kunst und hohe Literatur. Oder die Weisheit der Liebe unter dem heiligen Symbol des Hexagramms, das Himmel und Erde miteinander verbindet und sich in grundsätzlicher Freundlichkeit und Sanftmut äußert. Die Archetypen der Ich-Transzendenz sind solche Wesenheiten, die Botschaften zwischen Himmel und Erde austauschen und als Vermittler, also als Propheten fungieren.

sieben

Die Souveränität besetzt hier die Dreiecksfläche und steht der unsäglichen Ungeduld, aber auch der Prokrastination gegenüber, bzw. hat diese beiden Schatten integriert. Meiner bisherigen Erfahrung nach nimmt das siebte Dreieck, sobald man es in seiner persönlichen Entwicklung erreicht hat, alle sechs vorherigen Themen nochmal auf, aber auf einer höheren Bewusstseinsebene. Das bisher Menschliche wird zugunsten des Humanistischen transzendiert. Am Ende wird der Mensch hier von seiner Berufung erreicht nachdem er sein Werk in den Dienst von Heilung, Forschung und spiritueller Entwicklung gestellt hat, also kommuniziert hat, dass er bereit sei, seine wahre Aufgabe zu übernehmen. Die Überwindung des Spannungsverhältnisses der Dualität ist hier außerdem ein Ergebnis der persönlichen Entwicklung, wie auch das konsequente Sehen mit den Augen der Liebe, indem man sein Sehen der Liebe übergibt und den Geist anweist, nur noch zu sehen, was die Liebe sieht. Die Rückkehr zur Liebe ist dann vielleicht die letzte Station, die nicht immer erst am Lebensende stattfinden muss, sondern auch schon in der Lebensmitte geschehen kann, dann nämlich, wenn unter dieser Perspektive eine Aufgabe erfüllt werden soll. Es ist die um Erfahrung und Verständnis angereicherte Liebe der Ausgangsbasis. Die Aufgabe dieses Menschen hat ganz sicher das Wohl der Menschheit im Blick und macht aus dem Menschen einen Brückenbauer zwischen den beiden Welten Himmel und Erde, aber auch zwischen polaren Kräften. Die Aufgabe wird auf irgendeine Art darin bestehen, der Menschheit nahezubringen, dass der Himmel nicht schon vorbei ist und man ihn tragischerweise verpasst hat, und dass wir nicht auf ihn warten und ihn herbei zerren müssen, sondern dass der Himmel jetzt ist. Der Himmel ist jetzt und zwar in uns. Egal, welche Lebensaufgabe der Mensch des siebten Dreiecks konkret übernimmt, sie wird auf einer übergeordneten Ebene darin bestehen, die Anwesenheit der Liebe auf der Erde spürbar zu machen. Dieses Anliegen ist zutiefst sinnstiftend und wird eben gerade durch die Archetypen aller Dreiecke, egal, welche der Mensch des vollendeten siebten Dreiecks in sich spürt, verwirklicht. Die Archetypen der Ich-Transzendenz des siebten Dreiecks sind solche der Vollendung oder der vollständigen Bewusstwerdung der eigenen Anlagen.

Posted on 11. Juli 2019 in Die Drama-Dreiecke, Hochsensibilität im Alltag