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Hochsensibilität und Mut.

Oder: Der innere Erwachsene, männlicher Teil

Als ich Oliver Domröses Buch “Der sanfte Krieger” las, hatte ich während der Lektüre das Gefühl, das Buch sei im Grunde gar kein Männerbuch, wie der Autor behauptet. Nicht nur jedenfalls. Nicht ausschließlich. Es ist auch ein Frauenbuch. Für mich allerdings wurde es von Seite zu Seite mehr zu einem Menschheitsbuch. Und dieser Artikel nimmt das Buch und die Idee des sanften Kriegers als Aufhänger, um diesen Archetyp zu beleuchten und zu erläutern, wie er den zweiten Teil zum inneren Erwachsenen bildet. Über den ersten Teil des inneren Erwachsenen spricht der Artikel “Hochsensibilität und Intuition.
Oder: Der innere Erwachsene, weiblicher Teil”.

Oliver Domröse berichtet in diesem Buch von seinem persönlichen Weg, als hochsensibler Mann seine männliche Seite zu wecken. Für hochsensible Männer ist das nicht selbstverständlich. Für hochsensible Frauen aber auch nicht. Und ich spreche nicht davon, dass man breitbeinig auf Stühlen sitzt oder auf den Boden spuckt oder mit tiefer Stimme spricht (obwohl, vielleicht spreche ich davon schon doch), sondern von der Kultivierung der individuellen Yang-Energie spreche ich. Von der Yang-Seite in uns, die auch unser Animus genannt wird, ein Archetyp ist und im Konstrukt “linke-rechte-Gehirnhälfte” zur linken Gehirnhälfte gehört, dem Teil des Verstandes, in dem die Logik angesiedelt ist. Aber nicht nur die Logik. Auch die Entschlusskraft, der Mut, der Umsetzungswille, die Konsequenz, das Grenzensetzende und Schutzbietende. Der Ausdruck von Humor ist hier angesiedelt, wie überhaupt alles, was zum wahrnehmbaren Ausdruck unseres Selbsts zählt. Ich sage uns, weil dieses Yang oder der Animus nicht nur in den Männern existiert, sondern elementar zu unserem inneren Erwachsenen gehört. Egal, ob das biologische oder das soziale Geschlecht männlich oder weiblich ist.

Der innere Erwachsene eines jeden Menschen besteht aus einem weiblichen und einem männlichen Wesensanteil. Alles findet neurologisch beobachtbar im Gehirn statt und die Resultate sind biochemisch im Körper nachweisbar. Aber das ist nicht das, worum es hier geht. Es geht hier in diesem Artikel um die Wesensanteile nach dem Multimind-Konzept (Robert E. Ornstein). Es geht um die verschieden Teilpersönlichkeiten eines Menschen, die eigene Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Fähigkeiten haben, und im Speziellen geht es hier um das männliche und weibliche Prinzip. Idealerweise kooperieren diese beiden Prinzipien, die wir auch Yin und Yang nennen können, wie ein ideales Elternpaar miteinander, das zuallererst, bevor sie Eltern sind, ein Liebespaar sind. Ein Partner wertschätzt die Stärken des Anderen. Die beiden ergänzen einander in ihren jeweiligen Fähigkeiten.

Was Yin kann, ist das, was bei Hochsensiblen besonders stark ausgeprägt ist: Präsent sein, wahrnehmen, empfangen, mitfühlen, sich hinein versetzen, die Perspektive wechseln. Und dann: Gedanken produzieren, die Gefühle von Liebe, Geborgenheit und Wärme erzeugen. Im Körper nachweisbar als das Hormon Oxytocin.

Was Yang kann, und worin viele Hochsensible nicht so sehr stark sind, ist: Entscheidungen treffen und umsetzen, mutig sein, sich abgrenzen, konsequent handeln, Verantwortung übernehmen für sich und Andere, sich durchsetzen. Im Körper nachweisbar als Adrenalin und später, bei erfolgreicher Durchführung, als Dopamin.

Idealerweise läuft ein Zusammenspiel zwischen diesen Instanzen wie eine Spirale ab, in die auch das innere Kind konsequent eingebunden wird. Denn wer sollte sonst Adressat der liebevollen Gedanken sein, die auf diese Weise entstehen? Es ist das Gefühl in uns und in Anderen, das gemeint ist. So entsteht im Innern jedes Menschen eine vollständige und heilige Familie.

Was hier nach Sartres “Geschlossene Gesellschaft” aussieht, kann auch leicht genau so einen Ausgang nehmen, wie das Theaterstück des französischen Existenzialisten. Wenn Beziehungen nicht ideal laufen, werden die Anderen zur Hölle (“L’enfer c’est les autres.”). Aber die Anderen, das sind dann wir selbst, nämlich dann, wenn die Beziehung zwischen unseren Instanzen nicht ideal läuft. Nicht ideal läuft die Beziehung dieser Instanzen, wenn entweder kein Bewusstsein für die Existenz dieser verschiedenen Instanzen vorliegt, was aber noch das kleinste Problem ist, weil unser Verstand glücklicherweise auch ohne unser Bewusstsein für ihn, den Verstand, arbeitet. Nicht ideal läuft es aber auch wenn – und das ist ein Problem – eine kindliche Instanz in uns, also unsere Gefühle und Emotionen, eine der beiden anderen Instanzen oder sogar beide, ablehnt. Solche Menschen erleben wir im schlimmsten Fall als kopflos. Sie sind nicht bei sich, bekommen keinen Zugang zu ihren Gefühlen, weil eine wahrnehmende Instanz (Yin) fehlt. Sie kommen im Leben nicht zurecht, weil eine handelnde Instanz (Yang) fehlt. Sie reagieren impulsiv oder gar nicht, weil es ihnen nicht gelingt, ihre Gefühle über ein Erleben brauchbar auszuwerten und sich zum konsequenten Handeln oder zur Verantwortungsübernahme zu motivieren. Sie projizieren ihre Schattenanteile, ihre Wunden und Verletzungen auf andere Menschen und bekämpfen im Anderen, was in ihnen selbst liegt und als ablehnenswert empfunden wird. Sie diskriminieren, hassen, verurteilen. Sie werden so zur Hölle für andere, aber zuerst für sich selbst. Menschen, die aus ihren Gefühlen heraus zu beiden Instanzen ihres Verstandes oder zu allen seinen Facetten keinen Zugang haben, sind extrem aufgeschmissen, was die Erfüllung ihres persönlichen Lebensglücks angeht. Sehr oft machen sie leider alle anderen dafür verantwortlich, sehen die Welt als Hölle an und versinken in Extremen von Depression oder Aggression. Das ist aber nicht der Regelfall. Glücklicherweise!

Viele Menschen haben Zugang zu ihrer Yang-Energie, wissen aber nicht von ihrer Yin-Energie oder lehnen sie ab. Sie fallen in der Regel durch einen etwas blinden Aktionismus auf. Hier finden wir auch den Typ Macho, von dem Oliver Domröse in seinem Buch im Gegensatz zum Softie spricht. Der umgekehrte Fall, dass Menschen einen stärkeren Zugang zu ihrer Yin-Energie haben, findet man seltener. Es dürften jene 15-20 % der Bevölkerung sein, die mit der Temperamentsvariante der Hochsensibilität ausgestattet sind.

Zur Ablehnung einer der beiden Wesensanteile kann es jetzt aus Angst kommen. Angst ist im inneren Kind angesiedelt, also in den zellulär gespeicherten Erinnerungen, vor allem denen aus unserer Kindheit. Sie wird aus dem Stammhirn heraus mit entsprechenden Gedanken immer wieder neu befeuert. Hat der Ausdruck unserer Yin- oder unserer Yang-Energie, egal ob bei einem Jungen oder einem Mädchen, das Kind damals in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht, wurde zum Beispiel vorlautes Wissenausplaudern oder Wildheit bestraft, ist es sehr wahrscheinlich, dass mindestens der jeweilige Charakterzug, vielleicht aber sogar der ganze Wesensanteil in den Schatten verbannt wurde. Das ist ein rein kooperatives Verhalten, wenn Kinder erfahren müssen, dass wilde  oder vorlaute Kinder nicht geliebt werden können. Auf hochsensible Kinder machen solche Konsequenzen der Ablehnung einen besonders starken Eindruck. Sie spalten sich von einem Teil ihres Wesens ab, um doch geliebt werden zu können, natürlich ohne das wahre Wesen dieser angeblichen Liebe zu verstehen. Von ihrer Seite handelt es sich nämlich tatsächlich um einen Ausdruck von Liebe. Sie spüren, was das fordernde Elternteil braucht und bedienen das Bedürfnis des Anderen so gut sie es vermögen.

 

 

Im Fall von Hochsensibilität kommt es besonders leicht zur Abspaltung von ihrem männlichen Wesensanteil, mit den fatalen Konsequenzen, die Oliver Domröse in “Der sanfte Krieger” beschreibt. Und was er da beschreibt, gilt definitiv für beide Geschlechter. Wenn der innere Erwachsene nicht vollständig aktiv ist, kann das Leben nicht nach unseren Wünschen gelingen. Denn unsere Wünsche werden vom männlichen Part des inneren Erwachsenen realisiert. Dieser Part wird von der Kreativität des inneren Kindes beauftragt, dessen Ideen und dessen Energie der Lust am Spiel, am Experiment, am individuellen Ausdruck umzusetzen. Die Sehnsucht des inneren Kindes verpflichtet unseren Animus, aktiv zu werden. Und es ist unsere Anima, die die Botschaft der Wünsche empfängt und kommuniziert. Diese beiden liebevollen Elternteile zusammen achten gemeinsam darauf, dass es dem Menschen, dem Ich, gut geht. Sie sorgen für dieses Ich, beschützen es, drücken seine innere Sonne aus und tragen seine Essenz in die Welt.

Wenn der innere Erwachsene aber abwesend ist, vielleicht auch nur ein Teil von ihm, wie holt man ihn auf den Plan?

In seinem Buch nennt Oliver Domröse verschiedene Optionen der Übung, Reflexion und Verhaltensänderungen, zu denen die Kampfkunst gehören könnte, wie auch die Meditation, die Nachahmung von Initiationsriten in einer geführten Heldenreise und die Emanzipation von gesellschaftlichen Rollenfestlegungen oder auch von fehlenden Vorbildern in der Kindheit. Mein Spezialgebiet ist die Schattenarbeit, die Oliver Domröse ebenfalls benennt.

In der Schattenarbeit setzt man sich als der (innere) Erwachsene, der man heute ist, mit der konkreten Situation (falls man in der Lage ist, sie zu erinnern) oder mit der Essenz der Gesamtsituation auseinander. Man gibt dem Kind von damals eine Stimme oder besser: leiht ihm Stift und Papier oder eine Tastatur und versetzt sich noch einmal hinein in das Empfinden des Kindes, das man damals war. Ziel dieses ersten Schrittes ist es, zu erfahren, was das Kind damals gebraucht hätte, um sich angenommen und sicher zu fühlen. Oft ergeben sich in diesem Arbeitsschritt der Schattenarbeit Metaphern, die idiolektisch, d. h. mit der Eigensprache des Klienten arbeitend, auf die ihnen wohnende Gestaltungsmacht (Ressourcen) hin befragt werden können. Das Bearbeiten einer Metapher kann zu einer ersten Kooperation zwischen innerem Kind und innerem Erwachsenen führen.

In einem zweiten Schritt lade ich den Klienten ein, dem Kind von damals, also sich selbst, beizustehen. Dabei betone ich, dass nichts an der äußeren Situation verändert werden kann. Dies entspricht dem Grundsatz, dass wir nur uns selbst, nicht aber die Anderen verändern können. Die Situation, so, wie sie sich jetzt vorgestellt wird, verändert sich nur dahingehend, dass das Kind von damals, das das gleiche Kind ist, das heute in uns lebendig ist, jetzt einen Erwachsenen an seiner Seite hat. Im Gegensatz zu damals ist es nun nicht mehr allein und schutzlos und darum nicht mehr hilflos oder ohnmächtig. Jemand nimmt sich der Ungerechtigkeit in der Situation an und setzt eine Grenze oder stellt sich vor das Kind oder entzieht es aus der Gegenwart der Personen, die ihm schaden wollen. Das entspricht den Prinzipien Schutzbieten, Abgrenzen und auf Distanz gehen.

Der erste und zweite Schritt entsprechen dem Prinzip, wie es sich aus einer konsequenten Verbindung aus Gefühl und Verstand ergibt. Der Yin-Teil des Verstandes hört zu, um zu verstehen, was gebraucht wird (nicht um zu antworten!). Das Gefühl darf genauso da sein, wie es ist und wird in seinem Sosein registriert und akzeptiert. Der Yang-Teil geht in die Konsequenz. Das auf diese Weise erfahrene Prinzip wird im dritten Schritt integriert, indem es auf eine Situation in der Gegenwart des Klienten übertragen wird. Meist ähneln die Situationen sich, weil die aktuelle Situation dazu dient (ja wirklich dient, denn dazu ist sie da!), die alte Verwundung aufzurufen und bewusst zu machen.

Die in Schritt eins erprobte Präsenz kann jetzt wiederholt werden, um wiederum dem inneren Kind, also seinen Gefühlen in Bezug auf die Situation, zu lauschen. Der Klient kann sich selbst fragen, was er braucht, um die Situation zu meistern. Anders als damals als Kind ist er heute handlungsfähig und wie sich das anfühlt, hat er soeben imaginativ ausprobiert. In der realen und aktuellen Situation hat er die gleichen Kategorien zur Auswahl: sich abgrenzen, Schutz bieten, auf Distanz gehen im Fall von z.B. Übergriffigkeiten durch Andere. Wie Oliver Domröse betont, ist in keiner dieser Alternativen Gewalt das Mittel der Wahl. Vielmehr geht es seiner Darstellung nach um die konstruktive Aggression, genau jene Energie, die dem Kind von damals verweigert wurde. Aus der elterlichen Verweigerung heraus kam es zu jener gelernten Hilflosigkeit, mit der Hochsensible so oft nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, um die eigene Person vor Anmaßungen durch Andere zu schützen.

In der Schattenarbeit wird diese gelernte Hilflosigkeit imaginativ überwunden. Sie wird nicht mehr nur akzeptiert und schon gar nicht wird geduldet, dass man länger unter ihr leidet. Sie wird überwunden. Hinter sich gelassen. Der nun bekannte Mechanismus aus der Verbindung zwischen Gefühl und Verstand kann anschließend so oft wie möglich geübt werden, praktisch, im täglichen Leben und reflektierend in der – am besten wieder schriftlichen – Nachbereitung des Erlebten. Ich empfehle meinen Klienten, am Ende der Arbeit ein Notizbuch zu führen. Dort kann der Dreierschritt immer wieder ausgeführt werden, solange, bis man sich der größten Anzahl an Verletzungen bewusst geworden ist. Selbst wenn es sein kann, dass manche Verletzung im Unbewussten verharrt und sich unserer Beleuchtung entzieht, können wir auf diese Art dennoch unsere Sonne wecken.

Und was unsere Sonne ausmacht, darüber haben wir wieder in unseren Gefühlen einen kompetenten Ansprechpartner. Diesmal ist es das Sonnenkind, zu dem, über den Prozess der inneren Arbeit, ein Teil des sich nun sicher und geborgen fühlenden Schattenkindes wurde.

Dazu, wer das Sonnenkind ist, das ebenfalls in jedem von uns lebendig ist, halte ich im Schreibspiel ein eigenes Kapitel bereit. Es wird geschrieben, nachdem der innere Erwachsene mit seinen beiden Wesensanteilen vollständig bekannt und integriert und somit stabil und aufrufbar ist. Dieser innere Erwachsene fragt dann, was das innere Kind braucht, um glücklich zu sein (Yin) und er geht in die Handlung, genau das herbei zu schaffen, genau diese Wünsche zu erfüllen, genau das umzusetzen, was der authentische Ausdruck des Selbsts ist (Yang). Zu diesem letzten Schritt, dem Handeln in Selbstfürsorge, müssen Hochsensible sich oft erst selbst die Erlaubnis geben. Oft erlauben sie sich das eigene Glück oder den eigenen Erfolg gar nicht, weil das innere Kind darauf konditioniert wurde, zu denken, es habe kein Recht auf Glück und Erfolg. Das Glück war damals mit dem wilden Spiel und der Erfolg mit dem vorlauten Ausposaunen von Wissen verbunden. Die Konditionierung verläuft über die Verknüpfung aus Wildheit (Yang-Energie) und der Verurteilung des Ausdrucks, vielleicht sogar durch Strafe und Liebesentzug.

Erst wenn diese Konditionierung in der Schattenarbeit aufgehoben wurde, kann die Yang-Energie emotional wieder angenommen werden. Sie wird aus dem Schatten geholt, wieder ins Bewusstsein aufgenommen und kann von dort aus jetzt bewusst eingesetzt werden.

Natürlich verändert sich ein Mensch nach so einer inneren Arbeit auch im Außen. Klienten berichten, dass sie von ihrer Umwelt plötzlich als schwierig und egoistisch empfunden würden. Innerhalb der HSP-Community erhalten sie an dieser Stelle Rückendeckung. “Tja, du bist jetzt wohl nicht mehr so leicht händelbar wie früher. Blöd. Respekt ist eben erst mal anstrengender. Halt durch! Entweder sie wachsen noch mit dir oder es werden neue Leute kommen, die mit dir auf Augenhöhe sind und sein wollen.”

 

Nein, es ist kein alleiniges Männerthema und Oliver Domröses Buch ist auch ein Geheimtipp für Frauen, die ihr Yang stärken wollen. Nur mit starkem Yang und starkem Yin ist der innere Erwachsene komplett und handlungsfähig. Und nur mit einem vollständigem inneren Erwachsenen ist das Individuum in der Lage, sich selbst souverän und authentisch zu zeigen in allen Belangen seines Lebens. Mit einem starken inneren Erwachsenen aus der Bewusstheit für die eigene Yin- und Yang-Energie muss auch kein inneres Kind in einen Blumengarten geschickt werden, wie es manche Therapeuten empfehlen. Statt dessen darf es da sein, und seine Botschaft ist ein absolut gültiger Ausdruck unserer Gefühle der Situation gegenüber. Der innere Erwachsene übernimmt Verantwortung für diese Gefühle. Er sagt nicht, wie es das innere Kind tun würde: “Du hast mich verletzt”. Er sagt: “Ich fühle mich verletzt”, und er weiß, dass dieses Gefühl mit ihm selbst zu tun hat.

Je mehr Schatten aufgelöst wurden und je präsenter unser Yin bei zugleich etwa gleich starkem Yang ist, desto ruhiger sind diese Gefühle. Desto entspannter ist das innere Kind und nimmt Teil an allem, was ist, mit Kreativität, mit Ideen, mit Humor, mit seiner Begeisterung. Aber auch mit Wachsamkeit, mit einem scharfen Blick für das, was tatsächlich vor sich geht und für all die Nuancen, die es abzugleichen gilt mit der immensen Weisheit, die aus der Integration von Erfahrung entsteht und die genau dort, im inneren Kind abgespeichert liegt. Das alles wird aufgenommen und umgesetzt von Yin und Yang, unseren idealen inneren Eltern, den inneren Liebenden. Vor allem im Humor als Waffe des souveränen Erwachsenen ist Yang gut. Humor setzt Grenzen, ohne ein anderes inneres Kind zu verletzen. Und die Ideen zu diesem Humor kommen vom eigenen inneren Kind. Im Bereich der Archetypen heißt es, der Häuptling sei der, der auf den Schamanen höre. Voilà. Da sind wir: Der sanfte Krieger lebt in jedem von uns. Es lebe der sanfte Krieger!

Über die Autorin:

Der Artikel wird in den Communities „Eulennest“ auf google+ und „Hochsensibilität als höchste Form von Intelligenz“ auf Facebook diskutiert. Für die Facebookgruppe braucht es bei Interesse bitte eine PN an die Autorin.

Posted on 3. Februar 2017 in Hochsensibilität im Alltag

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