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Das Dreieck im Schreibspiel

Bewusstseinsbildung

Mental-rationales Bewusstsein

Im Schreibspiel fangen wir in der Mitte der Erzählung an mit dem Erzählen. Das mental-rationale Bewusstsein des Neokortex, der nach Stammhirn und limbischem System aber vor dem präfrontalen Kortex von der Menschheit oder vom Homo sapiens entwickelt worden war, ist Gegenstand des ersten Bausteins des Schreibspiels nach einer ganz, ganz ausführlichen Materialsammlung und -sichtung. Dieser besagte Baustein ist im Zeitalter der Aufklärung ins Bewusstsein der Menschheit geholt worden, im 18. Jahrhundert also. Geist und Ratio sollten zusammenarbeiten, am besten ein geschulter, gebildeter Geist, der zum Abwägen, Berechnen und Bedenken alles mitbringt, was er an Wissen über Mensch und Welt braucht. Von einer humanistischen Bildung war hier die Rede, die die Romanautoren des 19. Jahrhunderts dann, Autoren wie Gustave Flaubert zum Beispiel, auch Herzensbildung („éducation sentimentale“) nannten. Es ging darum, den Menschen kennenzulernen und ihn zu verstehen und in seinem Sinne und zu seinem Wohl angemessen und frei von Aberglaube und dogmatischer Knechtschaft, von naiv-magischem Denken auch, unterscheiden, entscheiden und handeln zu können. 

Der erste Teil dieses fortschrittlich-aufgeklärten Bewusstseins des Zeitalters der Vernunft („le siècle des lumières“) ist uns irgendwie wieder abhanden gekommen. Die Erhellung oder auch Erleuchtung des Geistes ist das, was seitdem händeringend gesucht und verfolgt wird. Es wäre der Yin-Anteil gewesen, die weibliche Kraft im Menschen, die Empfänglichkeit, die der Menschheit am Ende durch die Finger geglitten und die dem Yang-Anteil, der Ratio zum Opfer gefallen zu sein scheint. Der weibliche Anteil des Menschen wurde über das Erstarken der Ratio wie die 13. Fee im Märchen Dornröschen in den Schatten verdrängt. Übrig geblieben ist eine Ratio, die nicht mehr so ganz unbedingt, wie es notwendig wäre, auf eine mitfühlende, vernünftige und erwachsene Mentalität zugreifen kann. Sie, die Ratio, greift stattdessen viel öfter auf das Ego zu. Das Ego aber besteht aus nichts anderem als konditioniertem Denken, Glaubenssätzen, Ängsten und frühkindlich erprobten Erfolgsstrategien zur Sicherung der Grundbedürfnisse oder zur Kompensation von als ungesichert empfundenen Grundbedürfnissen. Im Wesentlichen agiert das Ego rein emotional und das emotionale Verhalten wirkt kindlich-unreif. Da sich unter Ausschaltung der weiblich gepolten Mentalität die männlich gepolte Rationalität mit dem kindlich geprägten Ego verbinden musste, ist unsere Welt in dem Zustand, den wir heute erleben. An zu vielen Stellen fehlt es an einer reifen Selbstverantwortung. Was wir nicht sehen und anfassen können, existiert im Bewusstsein nicht, findet dort keinen Platz und keine Beachtung. Siehe die Klimaschutznotwendigkeit. 

Nach der konditionierten Überzeugung des Egos, dessen größter Spezialist für die Abwertung von Individualität der innere Kritiker ist, geht es im Leben angeblich auch nicht um Glück und Freude in seiner reinen Form. Einem unerträglichen Job oder einer inhaltsleeren Beziehung gegenüber verordnen wir uns und anderen, uns nicht so anzustellen (weil das Leben ja kein Ponyhof ist!). An Werten definieren wir Besitz und Einkommen. Das ist der Stand der Ratio, die vom Ego beraten wird, der sowohl der Klimaschutz als auch die Schuldentilgung für spätere Generationen wie auch das Bestehen auf humanen Lebensbedingungen für absolut alle Mitwesen hinreichend gleichgültig zu sein scheint. Das individuelle und kollektive Verhalten jedenfalls deutet auf Gleichgültigkeit hin. Es könnte aber auch sein, dass das Ego einfach überfordert ist, wenn es sich den Problemen der Welt so alleingelassen gegenübersieht, so ganz ohne einen sicheren Zugriff auf eine stabilere Wertebasis als der materiellen, die ja kaum Stabilität und Sicherheit anbietet.

Was ich hier Ratio nenne, nennen wir im Schreibspiel „Yang“ oder die männliche Seite des inneren Erwachsenen. Diese Instanz lösen wir, für die, die sich liebevoll an diesen ersten Schritt erinnern mögen ;-), zunächst aus ihrer unheiligen Allianz mit dem Ego und stellen ihr die Mentalität wieder an die Seite. Diese weitere Instanz nennen wir im Schreibspiel „Yin“ oder die weibliche Seite des inneren Erwachsenen. Dadurch verändert Yang oder die Ratio sein Wesen (als Konstrukt denken wir diese Instanz männlich und behandeln sie grammatikalisch daher auch männlich), weil er, Yang, seine Anweisungen aus einer Quelle erhält, die auf der Liebe zum Menschen basiert und nicht mehr auf der Angst vor dem (Mit)Menschen (oder vor sich selbst) und Befürchtungen gegenüber der Welt. Der notwendigen humanistischen Bildung dient unter anderem die kleine Anthropologie der Humanität am Beispiel der Drama-Dreiecke, die den Klienten in einem umfangreichen Textraum parallel zu ihrer schriftlichen und individuellen Erzählarbeit im Schreibspiel zur Verfügung steht.

Am Ende des ersten Moduls liegt ein erstarktes mental-rationales (jetzt wieder mentales und rationales!) Bewusstsein vor, das auf erwachsenen Ressourcen wie Präsenz, Mitgefühl und Akzeptanz für die mentale Seite sowie Urteilsvermögen, Fürsorge und Authentizität für die rationale Seite zugreift. Auf neuronaler Ebene bedeutet das: Der Neokortex wird ins Bewusstsein hinein genommen.

Mythisches Bewusstsein

Das Gehirn denkt in Geschichten und die ersten Erzähler von Mythen und Märchen haben ihrem Clan sehr geholfen, Ordnung in ein zunehmend komplexer werdendes Gemeinschaftswesen zu bringen, indem sie Unsagbares in Geschichten verpackt haben, um es nicht benennen zu müssen, sondern davon erzählen zu können. So wurde nicht unbedingt eine wahrgenommene Realität wiedergegeben, aber durchaus ein für Klarsicht sorgender Wahrheitsgehalt zur Selbstreflexion angeboten. Diese Geschichten wurden getragen von Göttern und Titanen, magischen Wesen und Menschen. Die ersten Tragödien wurden mit einem Figureninventar von nur zwei Parteien geschrieben und aufgeführt, ein Täter und ein Opfer. Spannender wurde es, als zum ersten Mal eine dritte Partei eingeführt wurde und das dramatische Dreieck entstand: Passivpol, Aktivpol und eine wissende Instanz – auch wenn die erst im Laufe des Stücks zu klarem Wissen gelangte, zum Beispiel darüber, dass es reine Opfer und reine Täter nicht gibt. Jetzt konnten die Dinge von verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet werden. Der Automatismus aus „einer gut, einer böse“ fiel weg und jede Figur hatte nun eine Wahl erhalten, sich im dramatischen Raum frei zu positionieren. Diese Inszenierungspraxis wurde zum Beispiel von Aristoteles in seiner Poetik zum Dramengeschehen untersucht und als wirksam beschrieben.

Genau das geschieht im zweiten Baustein des Schreibspiels (der Schattenarbeit) mit dem mythischen Bewusstsein. Dem bisherigen Denken in festgefahrenen Geschichten zwischen zwei Polen („ich bin das Opfer und der andere ist der Täter“) wird das soeben aktivierte mental-rationale Bewusstsein nun als dritte Instanz an die Seite gestellt. Von hier fließen Ressourcen, Gaben und Weitsicht in das Geschehen hinein und verändern die Geschichte und wie sie bisher erzählt wurde, als nämlich nur zwei Instanzen, zwei Schattenkinder oder zwei Egos an der Bewertung des Geschehens beteiligt waren. Das mental-rationale Bewusstsein wird nun zur Figur des Mentors (Yin) und des Beschützers (Yang) und stellt archetypisch gesehen in der Gesamtheit der beiden Instanzen eine Helferfigur dar, die ihre Reise schon gemacht hat und den Helden der Geschichte beraten, leiten und schützen kann.

Indem die Helferfigur aus Mentor und Beschützer aktiv in das Geschehen, wie es bisher erlebt wurde, eintritt, verändert sich die Erzählung. Es verändert sich durchaus nicht einfach die Perspektive, sondern es verändert sich die Erzählung selbst und damit die Schwingung des Erzählens wie auch des Erzählten. So erfährt das mythische Bewusstsein eine Emanzipation von der vermeintlichen Zwangsläufigkeit der Erzählung („Wenn der andere der Täter ist, MUSS ich das Opfer sein“). Das erlöste mythische Bewusstsein wird Herrscher über die Konstruktion von Erzähltem und gewinnt die Konstruktions- und Erzählautorität für sich zurück. Ohne Illusionsbildung  kann eine dunkle Geschichte in eine erhellende Geschichte oder sogar in eine Geschichte der Erleuchtung transformiert werden. Dazu wird das innere Kind von der Ebene des Erzählten, in der es bisher verstrickt war, auf die Ebene des Erzählens gehoben, wo ihm zwei erwachsene Instanzen zur Seite stehen, die ihm alternative Erzählstränge aufzeigen. Auf neuronaler Ebene bedeutet das: Das limbische System verbindet sich mit dem Neokortex oder das Unterbewusstsein mit dem Bewusstsein. Eine der wichtigsten Synergien für Wachstum und Selbstevolution entsteht. (Mit Selbstevolution ist die bewusste Einflussnahme auf die Entwicklung des eigenen Gehirns und der Ausweitung des Bewusstseins für die eigenen Anlagen und Potenziale gemeint, so dass wir möglichst das gesamte Potenzial unserer Anlagen aktivieren.)

Magisches Bewusstsein

Bevor wir mit dem aufgeräumten und erlösten magischen Denken dazu kommen, unserem präfrontalen Kortex im Gehirn die Fähigkeit zuzugestehen, sich mit unserem Überbewusstsein und darüber mit der universalen Intelligenz verbinden und auf höhere Weisheit zugreifen zu können, erlangen wir hier die übergeordnete Sichtweise, dass das Leben ein von uns selbst erzähltes Konstrukt ist. Hierin wird das vormals magische Denken befreit und erlöst, das an die Stelle der Autorschaft der Lebensgeschichte, die wir selbst innehaben, bisher eine göttliche Instanz gesetzt hatte, die je nach kollektiv-persönlichem Mythos kleinlich, verpflichtend und belehrend „geschrieben“ oder großzügig Freiheit gewährend “gehandelt” hat. Im erlösten magischen Denken wird diese Autoren- oder Schöpferfigur mit unserer eigenen Seele oder unserem höheren Selbst gleichgesetzt und ihre Intention als für uns dienlich im Sinne unserer Selbstevolution angenommen. Dieser Schritt geschieht im dritten Baustein des Schreibspiels, der Einweihung in das höhere Selbst. An dieser Stelle genau haben wir unsere Macht zu uns zurückgenommen. Das ist die ganze Magie. In dem Moment, in dem wir alle an dem Projekt der Lebenserzählung beteiligten Instanzen identifiziert haben, aktiviert der Zusammenschluss der Instanzen die Macht unserer persönlichen Magie. Jetzt erkennen wir unsere Seele als Autor unserer Geschichte, unsere Ratio als kommentierende und bewertende Erzählinstanz auf der Erzählebene und das Ego bzw. das innere Kind als erlebende und handelnde Figur  auf der erzählten Ebene.

Solange der Erzähler im Lebensstück, die Ratio also, keinen Kontakt zum Autor, also zur Seele hat, sondern auf die Figurenwahrnehmung beschränkt ist, auf die Sicht des Egos also, steht uns ein eher unzuverlässiger Erzähler nur zur Verfügung. Seinen Bewertungen und Kommentaren gegenüber dem Geschehen ist nicht zu trauen. Im Gegensatz zur hohen Literatur allerdings bringt dieser Erzähler in der Regel keine Unzuverlässigkeits- oder Ironiesignale mit, sondern kleidet seine Aussagen in eine Aura aus vermeintlicher Wahrheit, egal, wie unsinnig, angsteinflößend oder kritisch seine Bewertungen des Geschehens ausfallen.

Diejenige Instanz, die dem Erzähler im Stück vertraut oder nicht vertraut und die zugleich einen Kontakt zum Autor und dessen Erzählstrategie herstellen kann, wird ganz oft vergessen: Der Leser, der seinerseits integral mit zum Buch gehört!

Integrales Bewusstsein

An dieser Stelle möchte die vorherige Überschrift einfach gleich erweitern und vom magischen Bewusstsein zum integralen Bewusstsein übergehen, wobei das magische Bewusstsein weiter Gegenstand der Betrachtung bleibt. Wir befinden uns weiterhin im dritten Modul des Schreibspiel, das nach und nach aber den Kreis der Instanzen schließt. 

Der Leser der Geschichte ist ein Empfänger, ein Wahrnehmender, ein Beobachter. Es ist jemand, der sich selbst mit fremder Stimme (im Lesen eines Buches von einem fremden Autor) oder mit eigener Stimme (im Verfolgen der eigenen Lebensgeschichte) lauscht. Es ist also die Yin-Instanz in uns, die Mentalität, der Geist. Der Leser der Geschichte kann das erzählte Geschehen reflektieren und kann auf diesem Weg sowohl über die Kommentarzuverlässigkeit des Erzählers, also der Ratio, entscheiden und sie nach und nach beeinflussen, wie auch Schlussfolgerungen über die Erzählabsichten und den weiteren Erzählverlauf durch den Autor, das höhere Selbst also, ziehen. Einem aufmerksamen Leser fallen, wenn er die Erzählstrategie des Autors verstanden hat, Inkonsistenzen und Brüche im erzählten Geschehen und in der fühlenden und handelnden Figur auf, selbst wenn so ein Leser überraschende Wenden mehr als zu schätzen weiß, die die Stringenz und Logik der Erzählung dennoch beibehalten. 

Im französischen und lateinamerikanischen nouveau roman der 1960er Jahre, einer von den Autoren dieser Strömung deklarierten neuen Art, einen Roman zu schreiben, die nicht mehr auf einem allwissenden Erzähler basieren sollte, weil ein allwissender Erzähler nicht der Realität entspräche, gab es literarische Experimente, die versuchten, den Leser aus seiner passiven Rolle des reinen Lesekonsums herauszuholen. Stattdessen sollte der Leser in die Position einer aktiven Rezeption versetzt und damit zum Mitschöpfer der Lektüre gemacht werden. Die Lektüre sollte nichts Feststehendes mehr sein (wie es vorher die Analyse war), sondern veränderbar je nach Standpunkt und Horizont des Lesenden. Das entspräche nach Meinung der nouveau-roman-Autoren viel eher der Erfahrung von Welt und Leben. Das Umstellen der Kapitelreihenfolge ergab zum Beispiel neue Sinnzusammenhänge, je nachdem, ob eine Episode nun als Ursache oder als Konsequenz gelesen wurde. So ging der Leser mit dem Autor eine Allianz ein, die den Leser gleichsam zum aktiven Part im Erzählprozess erhob.

Eine noch konsequentere Weiterführung dieser schöpferischen Allianz findet sich auf der postmodernen lateinamerikanischen Theaterbühne, bei der die Theaterproduktion mit der producción colectiva auf ein ursprüngliches Zusammenspiel aus Schauspieler, Regisseur und Autor setzt. Der Regisseur kommentiert, bewertet und arrangiert das kreative und freie Spiel der Schauspieler, und entschieden wird intuitiv und in der Dreier-Allianz, was vom Autor im Drehbuch festgehalten wird, damit das Geschehen bearbeitbar und reproduzierbar wird. So werden Schauspieler/Figur (=Ego) und Regisseur/Erzähler (=Ratio) mit dem Autor (=Überbewusstsein) und dem Zuschauer/Leser (=Bewusstsein) nach und nach identisch, indem alle Instanzen sich mit dem Drehbuch oder Skript identifizieren können.

Neben der Beobachtung, dass Bildung sich günstig auf unsere neuronale Entwicklung auswirkt (darf ich ein Ausrufezeichen setzen?: !), schult uns die Tätigkeit des Lesens, Zuhörens oder Zuschauens, solange sie mit aktiver Aufmerksamkeit ausgeführt wird, in der Aktivierung jenes Faktors, der die ganze Magie befreit und sie von einem kindlich-naiven Götterglauben oder einer esoterischen Pop-Spiritualität auf eine erlöste, mental-rational handhabbare Ebene stellt.

Menschen mit aktivierter Yin-Kraft, die sich als Leser ihrer Lebensgeschichte empfinden, haben sich über ihre aktive Leserrolle den Zugang zum Autor/zur Seele erschlossen, dessen metanarrative/metaphysische Informationen überall in der Geschichte platziert sind. Die Seele wird jetzt im Leben fühlbar. Man kann ihre Botschaft und Führung erfühlen. Der Geschichte, also dem eigenen Lebensverlauf mit reflektorischer Aufmerksamkeit zu folgen, zum Beispiel über die Praxis des Tagebuchschreibens, entschlüsselt die Erzählstrategie / den Lebensfluss, so dass innerhalb der Figurenkonsistenz für den Leser/die weibliche Empfänglichkeit oder Intuition die metanarrativen/metaphysischen Aspekte entschlüsselbar werden im Hinblick darauf, was als nächstes geschehen könnte oder sollte oder welcher höhere Sinn hinter dem Geschehen steht. Natürlich geschieht das, ohne die Spannung aus der Erzählung zu nehmen. Vertrauen bleibt an den ungewissen Ausgang von allem Erzählten gebunden. Wäre Vertrauen nicht mehr notwendig, würde das heißen, dass die Erzählung vor lauter Vorhersehbarkeit zu Tode langweilen würde. Kein Mensch will so eine Geschichte lesen und leben, der seine sieben Sinne beisammen hat. Da der Leser/das Bewusstsein sich also nicht früher als im Tod des Individuums komplett mit dem Autor/der Seele kurzschließen kann, dann nämlich, wenn kein weiteres Erzählen mehr produziert werden kann, behält das Leben seine Spannungsmomente bis zum Schluss. Die Magie besteht aber darin, dem Autor sehr, sehr nahe zu kommen, indem man mit dem roten (oder sonnengelben) Faden, dem das Ego bisher gefolgt ist, die Erzählstrategie erkennt und indem man weiterhin mit der Manifestationstechnik der Überprüfung von Konsistenz zwischen Ego und Selbst und dessen Werten der weiteren Intention des Autors/der Seele auf die Spur kommt. Beides üben wir im Schreibspiel im dritten Modul. Die Herstellung von Wohlbefinden und Entspannung in einer Variante eines emotional idealen Tages unterstützt das notwendige aufmerksame Lesen der eigenen Lebensgeschichte. Die Erfahrung von Fülle im Mitfließen mit dem eigenen nun erkennbaren Strom stärkt das Vertrauen in das sinnvolle Eingebunden- und Gehaltensein. Ein wahrhaft magischer Zustand von erlöstem magischem Bewusstsein. Erlöstes magisches Bewusstsein stellt das eigene Tun in das Licht aus absolutem Vertrauen in die höhere Führung, verlässt sich aber nicht auf eine höhere Führung, ohne etwas zu tun. Es wird also keineswegs der präfrontale Kortex (höheres Selbst) aktiviert und in Anspruch genommen, ohne auch die Großhirnrinde (Yin) und den motorischen Kortex (Yang) mit einzubeziehen.

Während die wichtigste Komponente, um den Kreis zu schließen, die Entdeckung der Yin-Kraft und die Funktion der eigenen Lebensleserschaft im ersten Modul war, ist die Verbindung aller Instanzen in einer integralen Allianz im dritten Modul der Moment, in dem die Magie des Lebens sich auf der Basis von Liebe, Vertrauen und Schöpferkraft vollständig entfalten kann. Auf neuronaler Ebene heißt das, dass jetzt das ganze Gehirn in einer schöpferischen Synergie seiner Einzelareale aus Instinkt im Stammhirn, Emotionalität im limbischen System, Gewahrsein in der Großhirnrinde, Aktivität und Konsequenz im motorischen Kortex und Vorausschau im präfrontalen Kortex aktiviert ist und auf allen Ebenen seiner genetischen Anlagen vernetzt arbeitet.

Posted on 13. Juli 2019 in Die Drama-Dreiecke