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21 Märchen

21 Märchen über den Wert des Menschseins

Eine Einführung in die Drama-Dreiecke Der Wert des Menschseins besteht, so erzählen es uns die von den Brüdern Grimm gesammelten Volksmärchen zwischen den Zeilen implizit, aber an vielen Stellen auch ganz explizit, besteht in der menschlichen Entwicklungsfähigkeit, mit der wir in der Lage sind, die Anwesenheit der Liebe in der Welt nach und nach fühlbar,…

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Nummer 1: Der gute Handel

Eine Märchenmeditation Um diesen Märcheneingang richtig deuten zu können, muss der Begriff des Haberfeldschreiens betrachtet werden. Dabei handelt es sich um eine antiquierte Form der Pseudogerichtsbarkeit, ein sogenanntes Rügengericht, das es in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert hinein gab und dann verboten wurde. Es hat sich dabei um ein Ritual gehandelt, das in der Regel…

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Nummer 2: Die goldene Gans

Eine Märchenmeditation Fremdbild- und Selbstbild-Differenzen Der Dummling, das schwarze Schaf, der Taugenichts, das Dummerchen, die Enttäuschung… oder auch das Pummelchen, der Unsportliche, das Sensibelchen, der Familientyrann… es gibt so viele Bezeichnungen mit denen diese Familienmitglieder bedacht werden, auf die alle anderen ihre eigenen Unzulänglichkeitsgefühle projizieren. Oft ist es so, dass ein Erwachsener die Projektion vormacht…

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Nummer 3: Der süße Brei

Eine Märchenmeditation Die Ausgangslage dieses Märchens setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Erstens, die Märchenheldin wird mit den Attributen „arm“ und „fromm“ eingeführt. Wie schon in anderen Märchen gesehen (z. B. „Die Sterntaler“ oder „Das Aschenputtel“) steht der Begriff “fromm” für ein Urvertrauen, das sich seine Quelle aus der Verbindung zum höheren Selbst und also…

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Nummer 4: Rotkäppchen

Eine Märchenmeditation Der Ausdruck „Dirne“ bezeichnet im Norddeutschen Dialekt ein kleines Mädchen (“lütt Dirn”). Nachdem die Brüder Grimm aber nicht aus dem norddeutschen Raum stammen, könnte es eine interessante Frage sein, wie der Begriff (und die Schreibweise letzter Hand) im Märchen und der Sprachgebrauch, der den Begriff der Dirne für die Prostituierte verwendet, zusammenhängen könnten.…

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Nummer 5: Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Eine Märchenmeditation Illustration von Annette Greiner Was genau ist eigentlich das Wesen von Dummheit? Im Märcheneingang heißt es, der Junge könne nichts begreifen und lernen. Begreifen und lernen sind Fähigkeiten eines offenen Geistes. Ein Geist im Naturzustand, weit, grenzenlos, beständig, kann aufnehmen, selektieren und verarbeiten, was sich ihm darbietet. Dieser Geist entscheidet, wem oder was…

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Nummer 6: Die zwölf Brüder

Eine Märchenmeditation Das waren aber lauter Buben… Dieses „Aber“ muss einen sogleich stutzig machen, oder? Was soll die Einschränkung an dieser Stelle, wenn die Eltern doch angeblich in Frieden miteinander leben und sich über eine Nachkommenschaft von zwölf Kindern freuen könnten? Was für eine Art von Frieden soll das sein, der die Herabwürdigung der eigenen…

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Nummer 7: Das Aschenputtel

Eine Märchenmeditation Verlorene Yin-Kraft Wie immer in der Märchenlektüre ist bereits der Beginn des Märchens absolut bedeutsam. Der zu Beginn des Märchens noch reiche Mann ist nicht nur im Außen reich an Gütern und materiellem Besitz, sondern er ist reich in seinem Innern. Dieser Reichtum manifestierte sich im Außen, wandelt sich aber mit der Krankheit…

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Nummer 8: Das tapfere Schneiderlein

Eine Märchenmeditation Passiv- und Aktivpol in Herabwürdigung und Überhöhung Das Märchen beginnt interessanterweise, statt mit der üblichen Märchenformel “Es war einmal…”, mit einer konkreten Zeitangabe, die eine bestimmte Atmosphäre erzeugt: „An einem Sommermorgen …“. Der Stil erinnert mehr an eine realistische Erzählung, was ich als eine interessante Beobachtung empfinde, ohne sie in einer Bedeutungszuschreibung festlegen…

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Nummer 9: Schneeweißchen und Rosenrot

Eine Märchenmeditation Frieden Schneeweißchen und Rosenrot kann für meine Begriffe als Schlüsselmärchen zum Dreieck der Selbstwertthematik gelesen werden. Wenn Aschenputtel mit dem Herabgesetztwerden des Selbstwertes den Passivpol zur Selbstwertunsicherheit besetzt und Das tapfere Schneiderlein mit seiner Selbstüberhöhung den Aktivpol, dann erzählt das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot uns davon, wie der Narzissmus und sein passiver Gegenpol…

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Nummer 10: Der Eisenofen

Eine Märchenmeditation So, wie wir die Märchen bisher analysiert haben, findet sich das komplette aristotelische Abbildungsschema für die Entwicklung einer Figur im einzelnen Märchen verwirklicht. Man könnte die Märchen aber auch so lesen, dass jedes Märchen in seinem Ausgangskonflikt einem der beiden Schattenpole schwerpunktmäßig zugeordnet werden kann. Dann würde das Märchen “Der Froschkönig” eine Perspektive…

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Nummer 11: Der Froschkönig

Eine Märchenmeditation Schönheit im Märchen Schönheit wird im Märchen als äußere Manifestation von innerer Schönheit, von Wert- und Geliebtsein betrachtet. Sich geliebt fühlende, in sich selbst sicher gebundene Menschen sind schön. Nicht nur im Märchen. Zu Beginn ihres Lebens geht es dabei um ein von Außen kommendes Geliebtsein, ein Geliebtsein, das von den Eltern oder…

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Nummer 12: Die Sterntaler

Eine Märchenmeditation Ein Stückchen Brot auf der Hand Der Menschen, die mit diesem Stück Eingangstext in Resonanz gehen, wird es wohl viele geben in der Welt. Auch in einem Land wie unserem, das sich als reich betrachten darf. In diesem Land beklagen wir dennoch, beobachtbar zu Recht, das Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich,…

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Nummer 13: Von dem Fischer und seiner Frau

Eine Märchenmeditation Limitationen Ein Mann und eine Frau wohnen zusammen in einem alten Topf. Es handelt sich um einen Nachttopf. Im Mundartoriginal heißt es „Pisspott“. Der Eingang des Märchens ruft das Bild von Mangel auf. Es mangelt an Raum, an Schönheit, an Sauberkeit. „Es ist eklig und stinkt“, sagt die Frau über ihre Wohnung. Erwartungsgemäß.…

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Nummer 14: Frau Holle

Eine Märchenmeditation Verkanntes Talent Die antagonistischen Kräfte im Leben liegen fast immer mit einer beiordnenden Konjunktion verbunden vor, selbst im einzelnen Menschen. Dabei müssen wir gleich bedenken, dass die Aufteilung der Instanzen auf mehrere Figuren nur der Erzählbarkeit des Märchens dient. In Wahrheit und Wirklichkeit ist alles eins. Wir alle sind zugleich schön und fleißig…

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Nummer 15: Rapunzel

Eine Märchenmeditation Mangelverkettungen Am Anfang des Märchens wird atmosphärisch das Thema skizziert: Es geht zunächst, repräsentiert durch die Eltern der späteren Märchenheldin, um den Verzicht, den Mangel, die Entbehrung, die Vergeblichkeit.  Dem vergeblichen Warten auf ein Kind (Passivpol), was innere Leere verursacht, steht ein prächtiger Garten gegenüber (Dreiecksfläche; Innerlichkeit): Mangel und Fülle am gleichen Ort.…

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Nummer 16: Rumpelstilzchen

Eine Märchenmeditation .Das Wesen der Alchemie Spricht die Konjunktion “aber” hier nicht von einem wahrhaft gelungenen Ausgleich der Gegensätze? Du kannst materiell arm sein, aber wenn du Eltern eines schönen Kindes bist (und auch eines schönen inneren Kindes!), bist du eigentlich nicht arm. Die Schönheit des Kindes mag für seine Klugheit stehen, für seine Freundlichkeit…

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Nummer 17: König Drosselbart

Eine Märchenmeditation .Hochmut kommt vor dem Fall Das ist der Beginn dieses Märchens, das nicht nur eine sensible Problematik sensibel erzählt, sondern auch dem Dreieck der Hochsensibilität zugeordnet werden kann, dem sechsten Dreieck also, und zwar dem Aktivpol dieses Dreiecks. Der Aktivpol beherbergt mit dem Hochmut die Kompensationsstrategie gegenüber der Angst vor Verletzungen an der…

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Nummer 18: Der treue Johannes

Eine Märchenmeditation .Die verbotene Kammer Der treue Johannes ist des Königs liebster Diener und hat seinen Namen, weil er dem König ein Leben lang treu ergeben gewesen war. Treue im Sinne von Loyalität. Johannes ist ein Diener, dessen Loyalität der König sich gewiss sein konnte und die umgekehrt auf dem Vertrauen basierte, das Johannes in…

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Nummer 19: Dornröschen

Eine Märchenmeditation Sich selbst erfüllende Prophezeiung Dornröschen ist ein Märchen des Passivpols, und zwar im siebten Dreieck, dem Dreieck der Vollendung und der letztendlichen Selbstverwirklichung. Der erste Satz des Märchens erzählt von der dazugehörigen Urangst und deren Angstmerkmal, das sich hier allerdings im Aktivpol zeigt. Der Kinderwunsch steht hier für die Selbstverwirklichung, die im Gewahrsein…

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Nummer 20: Schneewittchen

Eine Märchenmeditation Symbolik Der Winter als korrespondierende Atmosphäre führt in dieses Märchen ein. Winter wird assoziiert mit Schlaf, Starre, Stille, mit Lethargie auch, dem Passivpol des Lebens schlechthin. Als literarisches Symbol steht er für Alter, Tod und soziale Repression. Die Naturerscheinungen des Winters wie Schnee, Eis, Nebel und Kälte stehen symbolisch für Verfolgung und Bedrängnis…

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Nummer 21: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Eine Märchenmeditation Prophezeiung Weshalb dieses Märchen nicht den Titel “Das Glückskind” trägt, ist mir rätselhaft. Und ich finde die Titelgebung auch irreführend. Der Teufel ist nur ein Helfer, aber er ist nicht der Held des Märchens. Der Held des Märchens ist ein Junge, der einer armen Frau geboren wird und bei seiner Geburt “eine Glückshaut…

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