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Archive for: November, 2019

21 Märchen über den Wert des Menschseins

Eine Einführung in die Drama-Dreiecke Der Wert des Menschseins besteht, so erzählen es uns die von den Brüdern Grimm gesammelten Volksmärchen zwischen den Zeilen implizit, aber an vielen Stellen auch ganz explizit, besteht in der menschlichen Entwicklungsfähigkeit, mit der wir in der Lage sind, die Anwesenheit der Liebe in der Welt nach und nach fühlbar,…

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Nummer 1: Der gute Handel

Eine Märchenmeditation Um diesen Märcheneingang richtig deuten zu können, muss der Begriff des Haberfeldschreiens betrachtet werden. Dabei handelt es sich um eine antiquierte Form der Pseudogerichtsbarkeit, ein sogenanntes Rügengericht, das es in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert hinein gab und dann verboten wurde. Es hat sich dabei um ein Ritual gehandelt, das in der Regel…

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Nummer 2: Die goldene Gans

Eine Märchenmeditation Fremdbild- und Selbstbild-Differenzen Der Dummling, das schwarze Schaf, der Taugenichts, das Dummerchen, die Enttäuschung… oder auch das Pummelchen, der Unsportliche, das Sensibelchen, der Familientyrann… es gibt so viele Bezeichnungen mit denen diese Familienmitglieder bedacht werden, auf die alle anderen ihre eigenen Unzulänglichkeitsgefühle projizieren. Oft ist es so, dass ein Erwachsener die Projektion vormacht…

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Nummer 3: Der süße Brei

Eine Märchenmeditation Die Ausgangslage dieses Märchens setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Erstens, die Märchenheldin wird mit den Attributen „arm“ und „fromm“ eingeführt. Wie schon in anderen Märchen gesehen (z. B. „Die Sterntaler“ oder „Das Aschenputtel“) steht der Begriff “fromm” für ein Urvertrauen, das sich seine Quelle aus der Verbindung zum höheren Selbst und also…

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Nummer 4: Rotkäppchen

Eine Märchenmeditation Der Ausdruck „Dirne“ bezeichnet im Norddeutschen Dialekt ein kleines Mädchen (“lütt Dirn”). Nachdem die Brüder Grimm aber nicht aus dem norddeutschen Raum stammen, könnte es eine interessante Frage sein, wie der Begriff (und die Schreibweise letzter Hand) im Märchen und der Sprachgebrauch, der den Begriff der Dirne für die Prostituierte verwendet, zusammenhängen könnten.…

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Nummer 5: Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Eine Märchenmeditation Illustration von Annette Greiner Was genau ist eigentlich das Wesen von Dummheit? Im Märcheneingang heißt es, der Junge könne nichts begreifen und lernen. Begreifen und lernen sind Fähigkeiten eines offenen Geistes. Ein Geist im Naturzustand, weit, grenzenlos, beständig, kann aufnehmen, selektieren und verarbeiten, was sich ihm darbietet. Dieser Geist entscheidet, wem oder was…

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Nummer 6: Die zwölf Brüder

Eine Märchenmeditation Das waren aber lauter Buben… Dieses „Aber“ muss einen sogleich stutzig machen, oder? Was soll die Einschränkung an dieser Stelle, wenn die Eltern doch angeblich in Frieden miteinander leben und sich über eine Nachkommenschaft von zwölf Kindern freuen könnten? Was für eine Art von Frieden soll das sein, der die Herabwürdigung der eigenen…

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Nummer 7: Das Aschenputtel

Eine Märchenmeditation Verlorene Yin-Kraft Wie immer in der Märchenlektüre ist bereits der Beginn des Märchens absolut bedeutsam. Der zu Beginn des Märchens noch reiche Mann ist nicht nur im Außen reich an Gütern und materiellem Besitz, sondern er ist reich in seinem Innern. Dieser Reichtum manifestierte sich im Außen, wandelt sich aber mit der Krankheit…

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Nummer 8: Das tapfere Schneiderlein

Eine Märchenmeditation Passiv- und Aktivpol in Herabwürdigung und Überhöhung Das Märchen beginnt interessanterweise, statt mit der üblichen Märchenformel “Es war einmal…”, mit einer konkreten Zeitangabe, die eine bestimmte Atmosphäre erzeugt: „An einem Sommermorgen …“. Der Stil erinnert mehr an eine realistische Erzählung, was ich als eine interessante Beobachtung empfinde, ohne sie in einer Bedeutungszuschreibung festlegen…

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Nummer 9: Schneeweißchen und Rosenrot

Eine Märchenmeditation Frieden Schneeweißchen und Rosenrot kann für meine Begriffe als Schlüsselmärchen zum Dreieck der Selbstwertthematik gelesen werden. Wenn Aschenputtel mit dem Herabgesetztwerden des Selbstwertes den Passivpol zur Selbstwertunsicherheit besetzt und Das tapfere Schneiderlein mit seiner Selbstüberhöhung den Aktivpol, dann erzählt das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot uns davon, wie der Narzissmus und sein passiver Gegenpol…

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