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Wer und für wen…

Entwicklung

Ein Zufallsfund

Als ich vor Jahren begonnen hatte, das Schreibspiel zu entwickeln, war mir noch gar nicht klar gewesen, dass ich begonnen hatte, das Schreibspiel zu entwickeln. Nach mehreren Jahren, in denen ich selbst kreativ geschrieben und Erwachsenengruppen im kreativen Schreiben unterrichtet hatte, hatte ich während meines Literaturstudiums und quasi als Ausgleich dazu, einfach etwas begonnen, das mir entsprach: zu schreiben und dabei nicht zu arbeiten, sondern zu spielen, und meine Mitspieler waren Kinder. Kinder, stellte ich fest, konnten sich für den Prozess begeistern, wie ich es tat, während Erwachsene mich nach Ergebnissen fragten: Was kommt denn heraus? Wie viel bringt es dir denn ein? Das sind Erwachsenenfragen, während Kinder die Freude an der Arbeit zelebrieren, nein eigentlich die am Spiel, die am Staunen, am Spazierengehen in der Fantasie. Sie wollen zuallererst schreiben und erzählen und erfinden. Selbst wenn sie ein fertiges Buch durchaus zu schätzen wissen, kommt es ihnen auf das gemeinsame Erlebnis an, auf den Prozess des Erfindens. Das Sein in Gemeinsamkeit aber und dabei das Schöpferische, ist ihnen das Wichtigste.

Beginn des Schreibspiels

Die Begeisterung der Kinder reichte mir aus, das Spiel auszubauen, es komplexer werden zu lassen und es nach meinem literaturwissenschaftlichen Magister mit einer Ausbildung zur Schreibtherapeutin außerhalb der Heilkunde auf eine höhere Ebene zu stellen. Ich hatte zwischenzeitlich erkannt, dass bereits das kreative Schreiben eine therapeutische, das heißt in diesem Fall beruhigende, entspannende, auch heilende Wirkung auf die schreibenden Kinder hatte. Sie schrieben sich Kummer von der Seele, teilten Leid und Freude mit, assoziierten Episoden aus ihrer Erinnerung anhand von Stichworten und Bildern, blickten hinter die Dinge und fanden Lösungen für Probleme während sie erzählten. Die Schreibtherapeutenausbildung versorgte mich mit dem nötigen Instrumentarium, die bisherige Erfahrung zu systematisieren und methodisch auszubauen. Hier arbeiteten wir noch mit zwei Stiften und einem Collegeblock, den wir uns über den Tisch hin und her schoben.

Das neue Schreibspiel

Das Schreibspiel, wie ich es jetzt konzipiert habe, ist eine Weiterentwicklung aus dem Collegeblock und den zwei Stiften. Es wurde inspiriert aus meiner Arbeit in der Vielfühler-Lounge. Während ich dort täglich das Forum moderiere, nehme ich wahr, wie vor allem hochsensible Menschen in der Schriftlichkeit Räume für sich eröffnen, die ihnen im verbalen Austausch nicht zur Verfügung zu stehen scheinen. In die Moderation der Beiträge ließ ich nach und nach Fragen einfließen, um die Mitglieder der Vielfühler-Lounge in ihren Selbsterkenntnisprozessen zu unterstützen und zu stärken. Die Gesprächsverläufe und Rückmeldungen motivierten mich zu der jetzigen Form des Schreibspiels. Es ist zusätzlich inspiriert von der Assoziationsmethode C. G. Jungs, dem dramatischen Spannungsbogen Aristoteles und der idiolektischen Gesprächsführung A. D. Jonas, unter Verwendung der clean-language nach David Grove.

Ziel des Spiels

…ist es, die Lösungen aufzudecken, die ein als problematisch empfundenes Phänomen so oft schon mit sich führt. Daher sind alle Phänomene relevant, die für ein Coaching geeignet sind. Mein Themenschwerpunkt sind Kinder, so dass Eltern sich in dieser Zusammenarbeit wiederfinden können, wie auch die Kinder selbst – eventuell im Schreibprozess begleitet von ihren Eltern. In der bisherigen Arbeit durfte ich aber auch eine begeisterte Zeugin dessen werden, dass innere Kinder erwachsener, vor allem hochsensibler Menschen, sich an dem geschützten Raum voller Zeit, dem Spielcharakter und der unbeschwerten Vorgehensweise erfreuen konnten. Dabei kamen Themen von Beziehungsphänomenen bis zu Problemen am Arbeitsplatz an den neuen Schreibort.


KurzvitaAriela Sager

Zusammenfassung bis 2006

Abitur,

Ausbildung zur Fremdsprachenassistentin,

Berufstätigkeit in Assistenz und Marketing,

nebenberufliches BWL Studium, 7 Semester ohne Abschluss,

Selbstständigkeit als Marketingberaterin für Existenzgründer,

…und dann ging’s erst los…

ab 2006
kreatives Schreiben mit Erwachsenen und Jugendlichen in Bonn und Winterscheid

ab 2009

kreatives Schreiben mit Kindern in Augsburg und Potsdam

ab 2012
freie Autorin mit Veröffentlichungen vor allem für Kinder

Juni 2012

Magister in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg

Oktober 2013

Schreibtherapeutin außerhalb der Heilkunde am IEK Berlin

ab 2014

Schreibort und Schreibspiel in Potsdam

ab 2015

Erzähltherapeutisches Arbeiten mit afghanischen und syrischen Kindern einer Erst-Aufnahme-Stelle für geflüchtete Menschen in Berlin

ab 2016

Autorin zum Thema Hochsensibilität in der LogoOnline-Magazin und Mitgliederbereich für Hochsensible


 

Autorin

Meine Kinderbücher entstehen häufig gemeinsam mit Kindern oder inspiriert von ihnen, von ihren Geschichten, ihren Sorgen, ihren Erfolgen, ihren gemeisterten Ängsten und entwickelten Stärken, von ihren Lösungen, die sie für sich finden, das Leben zu meistern.

lebensteilchen

 

jarne
windindenhaaren
yasmineundpaula
aschenputtel
herberte
loewe
cinderella

14HSPBuche

„Lernen, für sich selbst zu sorgen“.

Hochsensibilität gibt es auf zwei Arten (und in jeder Spielart zwischen den Polen, die ich jetzt beschreibe): der unerkannten und unerlösten im Minuspol und der erkannten und erlösten im Pluspol. Dazwischen ist jede Variante erfahrbar, ganz wie ein Regler, den man zwischen „heiß“ und „kalt“ auf jede beliebige Temperatur einstellen kann. In der unerlösten Variante leben Menschen aus dem Gleichgewicht geraten. Sie haben kein Gefühl für sich, wissen nicht, was ihnen gut tut und sorgen nicht mit dem Herzen für sich, wissen nicht, mit welcher Umgebung sie in Resonanz stehen und mich welcher nicht, welchem Wunsch anderer sie mit Freude nachgeben und wozu sie Abstand einnehmen möchten und dürfen. Die erlöste Variante lässt den Menschen in Verbindung stehen mit seiner inneren Weisheit, die ihm Bescheid gibt über sein eigenes höchstes Wohl und das der Anderen. So ein Mensch kann liebevolles Verständnis walten lassen oder mitfühlenden Abstand einnehmen. Er erkennt mit einem Blick, der auch ein Gefühl oder ein Zuhören oder ein inneres Wissen sein kann, was gebraucht wird, für sich selbst und für Andere. Dieses Buch spricht mit 26 Stimmen, die sich auf Hochsensibilität spezialisiert haben, über die Ausbildung dieser Fähigkeit zu ihrer bestmöglichen Entfaltung. Mein Beitrag im Buch ist der, zu beleuchten, wie Kinder gestärkt und unterstützt werden können, die Gabe der Hochsensiblität, die so viele von ihnen in sich tragen, bestmöglich zu entwickeln und ins innere Gleichgewicht zurück zu finden, wenn es einmal verloren gegangen sein sollte.

Das Schreibspiel

Vom Vorteil der Schriftlichkeit

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Zeit

Das Schreibspiel findet ausschließlich schriftlich statt, was dir vor allem ZEIT verschafft. In einem von uns beiden gemeinsam bearbeiteten Dokument stelle ich dir meine Fragen. Du hast Zeit, diese Fragen auf dich wirken zu lassen. Du kannst deine Antworten tief in dir finden, was im Schreiben besonders gut gelingt, und du kannst dir dazu wiederum Zeit lassen. Das Dokument gehört dir und du kannst es jederzeit aufsuchen, wann immer du möchtest. So wird es zu deinem eigenen SCHREIBORT.

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Worte, die bleiben

Das ist der zweite Vorteil: Die Worte sind nicht, wie in einem Dialogcoaching, flüchtig, sondern sie BLEIBEN. Du kannst sie wieder und wieder auf dich wirken lassen und weitere Details entdecken, weil die Worte an ihrem Ort bleiben für dich.

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Die Kraft arbeitet für dich

Als dritter Vorteil liegt in der Schriftlichkeit ein SCHUTZ und eine KRAFT zugleich. Im Schreiben gibt deine Psyche nichts frei, was sie jetzt nicht verarbeiten könnte. Zugleich wird das, was erarbeitet wurde, werden die Ressourcen, die ans Licht geholt wurden, bereits im Prozess integriert. Die Kraft deiner offen gelegten Ressourcen kann aus dem Unterbewusstsein heraus für dich weiterarbeiten – und sie tut es auch, du wirst sehen! Für mich ist das vielleicht die größte Kraft in der SCHÖNHEIT der Schriftlichkeit.

Vorgehen

Wieder in Kontakt kommen mit sich

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Die eigene Weisheit entdecken

Bis auf die offene Eingangsfrage und die Schlussfrage stelle ich dir ausschließlich ressourcenbasierte Fragen, die dich in deine eigene WEISHEIT hineinführen. Nach A. D. Jonas, dem Begründer jener Gesprächsführung, die auf der Eigensprache der Menschen basiert (Idiolektik), führt das als problematisch empfundene Phänomen grundsätzlich SEINE EIGENE LÖSUNG mit sich. Diese Lösung kann mit der idiolektischen Gesprächsführung wie ein SCHATZ AUS DER TIEFE gehoben werden. Ich fungiere dann als so etwas wie ein Textmarker.

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Die Textmarker-Funktion

Ich markiere dir in deinem Text die SCHLÜSSELWÖRTER, damit sie dir ganz bewusst werden können. Und ich stelle dir Fragen zu deinen Bildern und Schlüsselwörtern. Zum Beispiel: Wie sieht so ein Schatz aus, wie darf ich mir den vorstellen? (Du könntest ihn mir dann ganz genau beschreiben, ob er funkelt und schwer ist und in einer Truhe liegt oder einfach in der Erde oder am Meeresgrund und so weiter.) Und wie macht man das, dass man ihn aus einer Tiefe heraushebt? (Hier könntest du den Vorgang beschreiben, wie du ihn dir als Bild vorstellst, ob du einen Spaten dazu benutzt oder mit den bloßen Händen gräbst und weshalb du dich für das Eine oder das Andere entscheidest und so weiter.) Es ist also dein Part, deiner Imagination ganz freien Lauf zu lassen.

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Kontakt zu mir

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, das Schreibspiel auszuprobieren oder mehr über die Zeiteinteilung und den Ablauf zu erfahren, kontaktiere mich am besten per E-Mail, schließlich ist es ein Schreibspiel.

Struktur

Die eigene Geschichte erzählen

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Fünf Akte

Von der Struktur her wirst du den aristotelischen Spannungsbogen in 5 Akten wiederfinden, wie du ihn vielleicht aus einem meiner Artikel kennst, zum Beispiel aus meinem Blog-Artikel in der Vielfühler-Lounge, dem Online-Magazin und Mitgliederbereich für Hochsensible: “Neulich beim Aufstehen.”

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Vom Ziel her denken

Für unsere gemeinsame Arbeit erzählen wir rückwärts, das heißt, ich beginne mit der Frage nach dem gewünschten Ergebnis und wir schauen uns zum Schluss unseres schriftlichen Dialogs an, welche Auswirkung die Bearbeitung auf das ursprüngliche Phänomen hat.

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Keine Sorge…

Während ich dir zusätzlich zu den strukturgebenden Fragen viele Fragen zu den Schlüsselwörtern deiner Texte stelle, habe ich die Erzähl-Struktur die ganze Zeit im Blick und leite dich sicher hindurch: 5. Gewünschte Lösung – 4. Die Konsequenz durchdenken – 3. Wachstum und Wende – 2. Konkreter Lösungsansatz- 1. Das Phänomen jetzt.

Schreibort

Ein Ort der Ruhe im Innen und Außen

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Vorbereitung

Wenn du dich für das Schreibspiel mit mir entschieden hast, werde ich dich bitten, zur Vorbereitung der Arbeit FÜNF GEGENSTÄNDE zusammen zu tragen, auf die du während deiner Arbeit zugreifen kannst. Das könnten sein:

  • Postkarten, Bildkarten, Fotos
  • fünf Textstellen aus einem Märchen
  • Gegenstände aus deinem persönlichen Umfeld
  • Dinge aus der Natur
  • fünf Textstellen aus einem Gedicht/einer Geschichte/einem Roman
  • Briefe, fünf Stellen aus deinem Tagebuch, fünf autobiografische Notizen
  • fünf Stellen aus dem i-Ging, der Bibel, aus philosophischen Schriften
  • oder alles mögliche Andere, das dir bei der Assoziation helfen kann.

Die fünf Gegenstände dienen der Assoziation und unterstützen dich darin, BILDER UND METAPHERN zu finden und so konkret wie möglich zu erzählen. Auf deine Bilder und Metaphern wird es ankommen. Sie stellen die QUELLE DER WEISHEIT dar, auf die du jederzeit zugreifen kannst. Und wir üben zusammen, wie man das macht.

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Dein eigener Schreibort

Dein eigener Schreibort ist für die Zeit unserer gemeinsamen Arbeit das Dokument, zu dem nur du und ich Zugang haben. Ein eigener Arbeitsplatz für die Zeit des Schreibspiels wäre zusätzlich wunderbar. Ein kleiner persönlicher  Schreibort vielleicht, an dem die fünf gewählten Gegenstände liegen bleiben können und dich ebenso erwarten, wie der virtuelle Schreibort.

Was noch…

Es war einmal im Jahre 2016 in Göttingen… Ungefähr so könnte diese Geschichte beginnen, die sich seit jenem Februar 2016 unter unseren Federn abgespielt hat. Tatsächlich geht es um Tastaturen statt um Federkiele und es geht um Worte des Wissens, der Unterstützung und der Solidarität statt um Märchen oder Poesie. Obwohl es in der Vielfühler-Lounge an manchen Tagen durchaus märchenhaft zugeht, weil die gegenseitige Unterstützung der Mitglieder gerade durch die  Poesie der achtsam gewählten Worte so wirksam wird.

Die Vielfühler-Lounge ist eine Mischung aus Online-Magazin und Mitgliederbereich für Hochsensible. Fünf Menschen gehören derzeit zu diesem Team, die damals aus verschiedenen Richtungen der Republik nach Göttingen angereist waren. Einander gefunden haben wir uns über ein Buch, das von unserem Ideengeber und Projektinitiator Stefan Kunkat herausgegeben wurde: „Mein HSP-Coach“. Während wir in unseren Funktionen in der Vielfühler-Lounge Autor, Therapeut, Psychologe, Fotograf, Podcaster oder Programmierer sind, eint uns fünf miteinander und mit unseren Mitgliedern das Thema Hochsensibilität. Wir sind es selbst. Wir arbeiten mit Menschen zu diesem Thema. Wir bringen unsere Erfahrungen und unser Hintergrundwissen zu den Menschen in der Vielfühler-Lounge.

Ich selbst schreibe dort Magazinartikel, beantworte Fragen zum Thema Hochsensibilität und betreue mit Hingabe das Forum. Gerade dieses Forum lässt sich leicht mit Hingabe betreuen, weil es besonders ist. Die Menschen dort machen es besonders. Ganz anders, als ich es aus anderen Foren kenne, werden hier Dialoge des echten Austauschs und der Unterstützung geführt. Niemand wird kritisiert. Jeder wird respektiert in seiner Meinung. Und am Ende einer Woche habe ich jedes Mal das Gefühl, etwas wurde geschaffen. Es ist ein Geschenk, an diesem Prozess teilhaben zu dürfen, wie Menschen durch die Unterstützung anderer wieder ein Stück mehr zu sich selbst finden. Das ist die Vielfühler-Lounge, einer meiner derzeitigen Lieblingsschreiborte.

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Ein Erzählwörterbuch, das zu einem magischen Ort hinführt

Weit weniger als die Version des Erzählwörterbuchs für geflüchtete erwachsene Menschen, mit denen wir das Konzept erarbeitet haben, dient die Kinderversion des Erzählwörterbuchs alleine dem Spracherwerb. Es will, vielmehr als das, der Gestaltung des Miteinanders im Erzählen dienen. Es will Impulse liefern, um miteinander ins Gespräch hinein zu finden. Es will sprachlich unterstützen, damit das Gespräch im Fluss bleibt, weil Vertrauen über das Gespräch entsteht, eine Beziehung über den gegenseitigen Austausch. So zeigt sich, ganz automatisch, ein heilender Moment in der Hinwendung zum Anderen, in diesem Fall zum Kind, im Prozess des Sich-Interessierens, im Zuhören-können und Sehen-wollen.

Die Unterlage lädt ein, sich inspirieren zu lassen. Sie will ein wenig leiten auch, aber das Gerüst soll nicht als starr betrachtet werden. Es soll verlassen werden, um dem Dialog Freiheit zu gewähren, sobald er sich zeigt, sobald die Zeit reif ist, dem zu lauschen, was erlauscht werden will.

Viele der Kinder, die derzeit in der Bundesrepublik in Notunterkünften leben, haben Traumatisierendes erfahren und tragen es jeden Tag mit sich herum, völlig unbeachtet und unbegleitet. Im Gegensatz zu älteren therapeutischen Ansätzen betont die moderne Therapieforschung, dass es zur Traumbehandlung nicht notwendig und auch nicht förderlich sei, das Trauma erzählend wieder zu durchleben, wozu es im Übrigen geschulter therapeutischer Begleitung bedarf. Innere Orte der Sicherheit zu schaffen sei die wirksamere Strategie und hat in jeder Therapie und in jedem Coaching oberste Priorität. Ein innerer Ruheort bietet Hilfe zur Selbsthilfe und ist vor allem ein Geschenk, das von jedem einfühlsamen Menschen erbracht werden kann. So ein Ort, dessen Kraft als Resilienz im Anderen widerstrahlt, ist bereits die fürsorgliche Begegnung, die jemand erfahren darf, die Achtsamkeit, mit der er gesehen wird, die verstehen wollende Zeugenschaft, die im wahren Zuhören entsteht. Jedes einzelne Blatt des Erzählwörterbuchs, das gemeinsam mit Zeit und Geduld bearbeitet wird und zu einem liebevollen Dialog führen kann, ist so ein Ort. Die gespeicherte Erinnerung an die Zeit, die einem gewidmet wurde, ist es. Sie überschreibt die negativen Erfahrungen, eine um die andere.

Aber die Unterlage führt auch hin zu einer Anleitung, wie man einen Ruheort im Innern ganz gezielt aufbauen kann. Der Ort im Innern, an den man sich tief atmend begibt, wenn es emotional brenzlig wird, wenn im Außen etwas an das Trauma rührt, das in den Zellen als Wissen gespeichert steckt und das nur nach und nach erlöst wird durch neue, heilsame Erfahrungen. Gerade Kinder folgen einem so gerne und leicht an einen für sie bereit stehenden magischen Ort – und brauchen ihn auch so dringend. Ein Ort, der ihnen entspricht, der sie in ihrem eigenen Licht einhüllt, den sie sich nach ihren Wünschen kreieren konnten, an dem die in ihnen wohnenden Selbstheilungskräfte wirksam werden, die innere Weisheit zu ihnen spricht. In „Peter Pan“ heißt es über das innere Nimmerland der Kinder: „Natürlich ist jedes Nimmerland verschieden.“ Und so ist es. So ist es für alle magischen Orte, welche Namen auch immer sie tragen mögen. Wir begleiten ein Kind hin zu seinem magischen Ort, indem wir ihm helfen, ihn zu erschaffen. Wir fragen, wie der Ort aussehen soll, wie er riechen soll, was das Kind dort vorfinden will, was es braucht, um sich sicher und geborgen zu fühlen, und wir lassen den Ort entstehen in der Fantasie, vielleicht auf Papier, vielleicht verknüpft mit dem Körpergefühl eines heißen Getränks oder einer warmen, kuscheligen Decke, vielleicht auch „nur“ unserer warmen, sanften Stimme

Hier im Erzählwörterbuch wird das Kind auf jedem Blatt, nachdem es etwas über seine neue Heimat erfahren hat, eingeladen, über sich selbst zu sprechen. Der Weg des Erzählens geht vom Leben in der Familie über besonders begangene Tage im Jahresverlauf und wie sie von Kindern wahrgenommen werden, bis hin zum Lieblingsbuch, das ein eigener Ruheort sein kann (vielleicht gibt es eine deutsche Übersetzung und man könnte es gemeinsam lesen?) und zum Kreieren des wirklichen magischen Ortes als neuer Arbeitsauftakt zu Größerem, nachdem man einander erst besser kennengelernt hat.

Dazu, wie dieser Ort entsteht, gibt es viele Wege, so viele Ihre Kreativität und die des Kindes, dem Sie sich widmen, zulässt. Wenn der Ort später zusammengefaltet in die Hosentasche passt, wäre es am besten, denn an Wänden über Betten findet sich in einer Notunterkunft für Werke von Kindern leider kein Platz. Der Ort gehört so schnell wie möglich in die Herzen der Kinder, um von dort zu leuchten und zu heilen, um zu beruhigen und innere Sicherheit zu geben, um das Selbstvertrauen nach und nach wieder zu stärken. Das geht am besten, am wirksamsten und am nachhaltigsten, je mehr Liebe im Prozess fließen darf, ganz einfach nährende, stärkende, heilende Liebe.

Die Erzählwörterbücher befinden sich noch im Entstehungsprozess, befinden sich aber bereits in der Erst-Aufnahme-Stelle in Berlin-Friedenau im Einsatz.
Titelbild

Impressum

Kontakt und Impressum

Ariela Sager
An der Parforceheide 96
14480 Potsdam

Telefon: 0331/600 77 534

email: schreib@ariela-sager.de

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV:

Ariela Sager (Anschrift wie oben)

Haftungsausschluss

Als Schreibtherapeutin außerhalb der Heilkunde biete ich einen beratenden schriftlichen Dialog in Form dieses Schreibspiels an, das das Ziel der Selbsterkenntnis und der Stärkung des Selbstvertrauens verfolgt. Es ist ausdrücklich keine Therapie und es kann nicht den Besuch eines Arztes, Psychiaters, Psychologen oder eines Psychotherapeuten ersetzen. Wenn Sie den Eindruck haben, Sie oder Ihr Kind bräuchten professionelle therapeutische Hilfe innerhalb eines verhaltenspsychologischen oder psychoanalytischen Kontextes, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.

Das Schreibspiel ist für jene Menschen geeignet, die selbstreflexiv und eigenverantwortlich daran arbeiten möchten, ihre Alltagsschwierigkeiten besser zu gestalten und zu eigenen Lösungen zu finden. Besonders der Aspekt der Hochsensibilität findet in diesem speziellen Vorgehen Beachtung, weil sich aus ihr oft Alltagsschwierigkeiten ergeben, denen keine psychische oder physische Erkrankung zugrunde liegt. Eine kindliche Angst zum Beispiel, die nach dem Anschauen eines unpassenden Film entstanden ist, ist nicht das gleiche, wie eine Angststörung. Zielgruppe es Schreibspiels sind also Menschen, die ein Coaching suchen, nicht Menschen, die eine Psychotherapie brauchen.

Trotz einer hohen fachlichen Kompetenz und mehrjähriger Erfahrung ist im Fall der Arbeit mit Kindern die Kooperation mit den Eltern unerlässlich, um die Entwicklung des Kindes zu begleiten. Erwachsene sollten in der Lage sein, verantwortungsvoll für sich selbst zu entscheiden, welche Umsetzung von Vorschlägen und welche Beantwortung von Fragen in der jeweils spezifischen Lebenssituation möglich ist. Im Fall von Kindern stimme ich mich mit den Eltern ab.

Das Schreibspiel bietet ein beratendes Coachings auf der Basis eines schriftlichen Dialogs und zählt damit zu den kreativtherapeutischen Verfahren, die weder von der gesetzlichen noch von der privaten Krankenkasse anerkannt werden. Steuerlich absetzbar ist ein Coaching nur, wenn es der Aufrechterhaltung oder der Steigerung der eigenen Arbeitsleistung dient. Fragen Sie dazu bitte Ihren Steuerberater.